“Schließung der Salzkammergutbahn”
Interview mit Dr. Franz Suppan, dem Regionalmanager ÖBB Personenverkehr Steiermark.
Das Schreckgespenst “Schließung der Salzkammergutbahn” geistert immer wieder durch die Medien. Der Regionalmanager des ÖBB Personenverkehr Steiermark, Dr. Franz Suppan gibt aber Entwarnung.
Der Geschäftsführer des Regionalvereines Ausseerland-Salzkammergut, Herr Gasperl, hat mit ihm folgendes Gespräch geführt:
Herr Dr. Suppan, es gibt eine Studie, wonach die Wirtschaftlichkeit der Bahnstrecke zwischen Stainach-Irdning und Attnang-Puchheim (Salzkammergut-Bahn) in Frage gestellt wird. Ist der Erhalt der Salzkammergut-Bahn in Gefahr?
Die ÖBB haben für ihr gesamtes Schienennetz eine betriebswirtschaftliche
Studie erstellen lassen, die auch sämtliche Regionalbahnstrecken enthielt. Es
wurde bewertet, welche Strecken welche Kostendeckungsgrade besitzen. Fakt
ist, dass auch die Salzkammergutbahn - hier vor allem auf dem steirischen
Abschnitt - betriebswirtschaftliche Defizite aufweist. Eine wirtschaftliche
Bewertung ist für die ÖBB vor allem für die Verhandlungen mit den Ländern
über neue Verkehrsdienstverträge und den Abgeltungen des Bundes
erforderlich. Es ist aber derzeit überhaupt nicht gedacht, Regionalstrecken
einzustellen. Die Verbindung zwischen Westbahn und der Ennstal-
Schoberpaßachse hat auch weiterhin eine wichtige verkehrspolitische
Bedeutung.
Um Verunsicherungen der Gäste und Einheimischen und vor allem der Benützer der Bahn zu vermeiden, wie lange hält ihre Aussage?
Natürlich kann hier nicht eine Bestandsgarantie für Lebzeiten abgegeben
werden, derzeit gibt es aber mittel- bis langfristig keine Planungen für die
Einstellung des Personenverkehrs.
Was wird unternommen, um die Salzkammergut-Bahn zu attraktivieren?
Entscheidend ist natürlich die Attraktivität einer Strecke. Sicherlich könnten
die Fahrgastzahlen höher liegen, dennoch ist ein der Nachfrage entsprechendes Angebot vorhanden. Ausweitungen der Verkehrsleistungen sind nur über zusätzliche Länderbestellungen möglich. Im Bereich vom Marketing sind wir gerne bereit, gemeinsam mit der Region entsprechende Konzepte zu erarbeiten, um die Inanspruchnahme zu steigern. Nur gemeinsam mit der Region, dem Tourismus und den Gemeinden sowie unseren Partnern in Oberösterreich können wir Erfolge
einfahren. Aktuell würde ein "Bahnhof in der City" in Bad Aussee, so wie wir
es bereits sehr erfolgreich in der Thermenregion mit den Gemeinden umgesetzt haben, eine zusätzliche Attraktivität schaffen.
Verkehr
Folgende Verkehrseinrichtungen bietet Ihnen Pichl-Kainisch:
